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  Neue Marienberger Str. 189, 09405 Zschopau

  Mo-Fr: 9:00-12:00, 13:00-18:00 Uhr, Sa: 09:00 - 12:00 Uhr

Das Team Sturm aus Zschopau avancierte zu einem der erfolgreichsten Teams in der diesjährigen Int. Deutschen Enduro Meisterschaft. Den DMSB-Enduro-Cup mit einbezogen gingen zwei Titel, vier Vizetitel und zwei dritte Plätze an Fahrer, des über viele Jahre im Endurosport stark engagierten Privatteams aus Zschopau! Zudem waren noch einige Team-Fahrer an den verschiedenen Mannschaftserfolgen in DEM und DEC beteiligt.



Doch bevor die Sektkorken knallen und die Meister-Shirts aus der Kiste geholt werden konnten, musste noch das Finale in Grünheide bei Berlin gut über die Runden gebracht werden. Die äußeren Bedingungen waren optimal. Zuvor Regen, am Veranstaltungstag dann kein Niederschlag sorgte für perfekten Grip in den insgesamt drei verschiedenen Sonderprüfungen, die von der Charakteristik allesamt ihre Besonderheiten hatten.

Extrem spannend ging es in der Klasse E1 zur Sache. Hier lagen die beiden Team-Fahrer Florian Görner und Kevin Nieschalk vor dem Saisonfinale im Kampf um den Vizetitel nur einen Punkt auseinander. Den besseren Start in den Tag erwischte Flo, der im ersten Test die Klassenbestzeit für sich verbuchen konnte. Dafür schlug Kevin in den beiden folgenden Prüfungen mit der schnellsten Zeit zurück und setzte sich damit an die Spitze der E1.



Doch dem Marienberger unterlief im dritten Test der zweiten Runde ein verhängnisvoller Fehler. „An einer Steilauffahrt habe ich direkt in der Anfahrt beim Gasgeben einen Stein erwischt. Dabei hat es mir das Hinterrad verschlagen und ich stand hilflos am Berg. Anfahren ging nicht, also musste ich wieder bis ganz nach unten“, ärgerte sich Kevin, der damit wieder hinter Flo zurückfiel. „Ich habe schon vorher gesagt, wer die wenigsten Fehler macht ist vorn. Also bin ich mehr mit Bedacht gefahren, als komplett ans Limit zu gehen“, erklärte der Scharfensteiner, der dennoch bis zur letzten Kurve zittern musste. Denn Kevin ließ sich nicht abschütteln: „Ich habe noch einmal alles rausgeholt was nur geht. Von daher bin ich fahrerisch schon zufrieden, wenngleich der Ausgang ein bisschen zum Kotzen ist!“ Verständlich, denn auf seinen Teamkollegen fehlten am Ende winzige 0,55 Sekunden, was wiederum Flo den Vizetitel bescherte. „Ziel erreicht, ich bin happy“, strahlt dieser hingegen über das ganze Gesicht!



Ebenfalls Vizemeister (Klasse E3) wurde Andreas Beier, der in Grünheide allerdings hinter seinen eigenen Erwartungen zurückblieb und trotz seines dritten Rangs von einem „Total-Ausfall“ sprach. „Es lief einfach nichts zusammen, mir gelang nicht eine gute Zeit“, so sein enttäuschtes Fazit, während Team-Support-Fahrer Chris Gundermann über weite Strecken glänzte, in der Klasse Zweiter wurde sowie im klassenübergreifenden Championat sogar Rang drei holte.



„Ich hatte nach meinem Ausfall in Burg nichts zu verlieren und so habe ich mich diesmal auf einen Zweitakter gesetzt. Das es auf Anhieb so gut lief, hätte ich selbst nicht erwartet“, so Chris, der in der bisherigen Saison sonst auf den großen Viertakter setzte und am Ende den Bronzeplatz in der E3-Gesamtwertung belegt.



Einen ebenfalls äußerst zufriedenen Eindruck machte Nick Emmrich. Der 32-Jährige musste in Grünheide nur sicher „rumfahren“ um seinen dritten Platz in der E2 perfekt zu machen. Mit Tagesrang fünf gelang dies souverän. „Rang drei in der Meisterschaft war das Maximum. Ich bin happy, weiß es aber auch für mich einzuordnen. Es war sehr viel Glück in diesem Jahr dabei“, so Emme mit Anspielung darauf, dass für einige prominente Konkurrenten durch Verletzungen oder andere Umstände die Saison vorzeitig zu Ende war. Aber auch das gehört zum Erfolgsrezept im Endurosport: Konstant und schnell sein, kontinuierlich gut punkten und Ausfälle vermeiden – all das setzte Nick in dieser Saison hervorragend um.



Gleich zwei Titel gab es in den DEC-Klassen zu bejubeln. Danny Richter gewann die E1B und Dirk Peter die Senioren-Wertung. Das Team-Urgestein aus Thüringen verteidigte damit erfolgreich seinen Titel aus dem Vorjahr. „Es ist schön, wieder ganz oben zu stehen. Nicht nur für mich, sondern auch für das ganze Team und alle Betreuer, die über die ganze Saison einen wunderbaren Job für uns machen, damit wir unseren Sport ausleben können“, bedankt sich Dirk bei allen Mitstreitern.



Danny Richter konnte sich ein breites Grinsen angesichts seines Titelgewinns nicht verkneifen. Auch er verdankt seiner Konstanz über das ganze Jahr und das er beim Finale einen kühlen Kopf bewahrt hat diesen Erfolg. „Eigentlich musste ich nur durchfahren. Doch leichter gesagt als getan. Zuerst war ich zu zaghaft, fast ängstlich. Dann habe ich wieder zu viel Gas gegeben und dabei gleich ein, zwei grenzwertige Situationen erlebt. Das genaue Mittelmaß zu finden, war die größte Herausforderung“, resümierte Danny überaus glücklich, der den Tag als Vierter abschloss.



Trotz des zweiten Platzes im DMSB-Enduro-Cup (B-Championat) war die Stimmung bei Jeremy Nimmrich getrübt. Um gerade einmal 0,88 Sekunden lag er am Ende hinter seinem direkten Konkurrenten im Kampf um den Bronzeplatz zurück, was ihm in der Endabrechnung in der hart umkämpften Jugend-Klasse letztlich das Podest kostete und ihn auf den fünften Tabellenrang zurückfallen ließ. „Das ist natürlich sehr enttäuschend“, zeigte sich Jeremy sichtlich niedergeschlagen, zumal er genau wusste, wo er die entscheide Zeit verloren hatte. „Im Enduro-Test der ersten Runde habe ich an der Steilauffahrt nicht die direkte Linie, sondern die Umfahrung gewählt, da mir diese als geeigneter erschien. Das war der Fehler!“



Abschließend möchte Teamchef Harald Sturm noch die Chance ergreifen und allen am Erfolg beteiligten Helfern und Sponsoren danken: „Ohne die Unterstützung unserer unzähligen, engagierten Partner und den unermüdlichen Einsatz unserer aufopferungsvollen Betreuer, die unser Team nun schon über zwei Jahrzehnte am Leben erhalten, wäre das alles gar nicht möglich. Vielen Dank Euch allen!“

Text: Peter Teichmann

Aber schnellster Teamfahrer bei der 69. Mittelrheinischen ADAC-Geländefahrt in Kempenich wurde Jeremy Nimmrich. Der Youngster tritt in der Jugend-Klasse an, der in diesem Jahr mit Abstand stärksten Kategorie im DMSB-Enduro-Cup.

Am Morgen zeigten sich die Felder rund um Kempenich von einer dicken Reifschicht überzogen, so kalt war es in der sternenklaren Nacht zuvor geworden. Doch trotz der Temperaturen knapp unter dem Gefrierpunkt kamen die ersten Fahrer bereits bei der Aufgabe, ihre Maschinen auf der Startrampe rechtzeitig zum Laufen zu bringen, mächtig ins Schwitzen. Und auch die erste Sonderprüfung, welche nach nur wenigen Kilometern folgte und auf einer großen Ackerfläche abgesteckt war, zeigte sich als nächste große Herausforderung. Der stellenweise noch hartgefrorene Boden und die teils durch den Reif sehr rutschigen Kurven, waren nicht jedermanns Sache. „Da habe ich mich ehrlicherweise recht schwer getan. Es war nicht leicht, das richtige Mittelmaß zu finden“, berichtet Jeremy Nimmrich, der am liebsten griffige Sandböden bevorzugt und gesteht, „die machen mir mehr Spaß, da fühle ich mich einfach wohler.“ Doch von derartigen Bedingungen war auch im zweiten Test auf der Runde, der altbekannten, aber immer wieder aufs Neue stark veränderten Sonderprüfung in der Lavasandgrube bei Engeln, nichts zu sehen. Doch trotz Hartboden, Steinfeldern, Kiespassagen und weiteren Ackerabschnitten konnte sich Jeremy gut in Szene setzen und kämpfte bis zum Schluss um einen Podestplatz in der Jugend-Klasse. „Das es letztlich dann doch der vierte Platz wurde, ist natürlich schon etwas ärgerlich. Vor allem, weil bei über einer Stunde Prüfungszeit nicht einmal vier Sekunden fehlten. Aber im Großen und Ganzen bin ich schon zufrieden, da ich in der Vorwoche erkältet war und mich noch immer nicht ganz fit fühle“, so der Gelenauer, der in der Meisterschaft noch mittendrin im Kampf um die Medaillen ist. Zudem wurde der Youngster starker Sechster im klassenübergreifenden B-Championat, was eindrucksvoll verdeutlicht, wie hoch das Level bei den Jugendfahrern ist.



Für Danny Richter hätte der Tag nicht besser verlaufen können. Das er von Beginn an ohne Druck agieren konnte, verdankt er dem Pech seines direkten Titel-Konkurrenten Marcus Degel. Der Pechvogel kollidierte kurz nach dem Start unverschuldet mit einem Fahrerkollegen, stürzte und beschädigte dabei sein Motorrad derartig, dass er wenig später aufgeben musste. „Damit war für mich alles auf Grün gestellt. Der ganze Druck war auf einmal weg“, kommentiert Danny die Schlüsselszene, der fortan einfach seinen „Stiefel“ fuhr. „Es lief einfach bestens. Ich hatte keinerlei Stürze oder grenzwertige Situationen“, zeigt sich der Krumhermersdorfer hocherfreut, der mit diesem Tagessieg die Spitze in der Klasse E1B übernahm und schon den Blick auf das Finale richtet: „Jetzt möchte ich natürlich auch den Titel holen!“



Auch Dirk Peter ist diesem Ziel ein gutes Stück näher gekommen. Das thüringer Enduro-Urgestein bewies einmal mehr seine fahrerische Klasse und sicherte sich den Sieg bei den Senioren. Doch diesmal war es ein härteres Stück Arbeit, wie er offen zugibt. „Am Morgen war ich noch nicht ganz fit und hatte etwas Kopfschmerzen. Zwar konnte ich jede Prüfung gewinnen, aber die Zeitabstände waren doch recht eng.“ So brauchte es erst ein paar gute Worte vom Team, um letztlich doch noch richtig aufzudrehen. „Da habe ich die Arschbacken zusammengekniffen“, lacht Dirk, der letztlich seinen Vorsprung dann doch wieder auf über eine Minute ausbauen konnte. Entsprechend zufrieden zeigte er sich über seine Leistung und angesichts der Tatsache, dass sein vierter Titel in der Senioren-Klasse nun in greifbarer Nähe ist.


 
Neben diesem erfolgreichen Trio zogen sich auch alle anderen Teamfahrer überaus achtbar aus der Affäre. Allen voran Rene Uhle, der bei den Senioren guter Fünfter wurde. Die weiteren Platzierungen der Fahrer des Team Sturm Zschopau: Toni Zink (8. / E1B), Marcel Michitsch (17. / E2B), Enrico Trott (12. / Senioren), Nico Franke (23. / Senioren), Jörg Büschel (26. / Senioren) und Heiko Schmidt (34. / Super-Senioren). Das große Finale der Int. Deutschen Enduro Meisterschaft und des DMSB Enduro Cup steigt am 6. November beim „43. Novemberpokal“ in Grünheide bei Berlin.

Text: Peter Teichmann









„50 Jahre Endurosport in Rehna“ – das klingt stolz! Entsprechend ambitioniert waren die Organisatoren, zum goldenen Jubiläum eine erstklassige Geländefahrt zu präsentieren. Um es vorweg zu nehmen: Es gelang! Die beiden Sonderprüfungen bekamen von allen Seiten viel Lob. Vor allem der erste Test mit 12 Minuten Fahrzeit, über weitläufige Ackerflächen, durch selektive Waldabschnitte, über hängende Wiesen und nicht zuletzt auf einer bestens präparierten Motocross-Strecke, hatte internationales Niveau. Auch der zweite, für den die Schnellsten etwa siebeneinhalb Minuten benötigten, stand in Sachen abwechslungsreiches Terrain in nichts nach.

„Ich fand beide Prüfungen einfach nur geil. Es war alles dabei, schnelle, enge und technische Abschnitte“, strahlt Chris Gundermann, der an diesem Tag ohnehin allen Grund zur Freude hatte. Denn dem „Team-Sturm-Support-Fahrer“ gelang als Dritter zum ersten Mal der Sprung auf das Championatspodium. „Das ist natürlich ein Riesenresultat für mich, wenngleich es bis zur letzten Prüfung alles sehr eng war. Aber ich mag das, da baut sich so ein gewisser Druck auf und damit kann ich gut umgehen“, so Chris, der sich den ganzen Tag ein überaus spannendes Duell mit Andreas Beier lieferte und welches schließlich mit 1,37 Sekunden Zeitunterschied zu seinen Gunsten ausging.



Andreas Beier nahm die knappe Niederlage und das hauchdünn verpasste Championatspodium sportlich: „Gratulation an Chris, er ist wirklich stark gefahren!“ Wenngleich er dennoch auch etwas sauer war: „Im letzten Test bin ich auf einen langsameren Fahrer aufgelaufen, der mich partout nicht vorbei lassen wollte. Das war sehr ärgerlich und hat mich die entscheidenden Sekunden gekostet, die dann zum Podestplatz gefehlt haben.“ So war es eben der Gesamtrang vier, in der Klasse E3 reichte es zu Platz drei. Unterm Strich zeigt sich der Krumhermersdorfer recht zufrieden: „Wenn ich bedenke, wo ich noch zum Saisonstart gestanden habe, ist das Resultat schon zufriedenstellend. Natürlich ist immer Luft nach oben. Aber zumindest die Tendenz stimmt und das macht mich sehr zuversichtlich.“



Weniger glücklich agierten hingegen die DEM-Teamkollegen, die allesamt die 69. Auflage von „Rund um Rehna“ wohl in wenig guter Erinnerung behalten dürften. Kevin Nieschalk, der in Waldkappel mit einem Tagessieg mächtig auftrumpfte, verpasste diesmal das Podium in der Klasse E1 äußerst knapp. „An sich haben die Prüfungen großen Spaß gemacht, aber ich habe leider einfach nicht in meinen Fluss gefunden. An der Motivation hat es definitiv nicht gelegen, aber irgendwie war es eben nicht so mein Tag“, bedauert der Marienberger, der sich damit in bester Gesellschaft befand. Denn auch Florian Görner hat nach diesem Tag nur noch abgewunken. „Mir ist im ersten Test die Hinterradbremse kaputt gegangen. Sie hat einfach keinen Druck mehr aufgebaut. Also habe ich dort schon mächtig Zeit eingebüßt. An der nächsten Zeitkontrolle habe ich den Schaden behoben, allerdings wegen Zeitüberschreitung eine Strafminute kassiert. Damit war der Tag gelaufen“, seufzt Flo, der am Ende nur Siebenter in der E1-Kategorie wurde.



In der Klasse E2 holte Nick Emmrich als Sechster die Kohlen aus dem Feuer, wenngleich er zugibt: „Es war definitiv mehr drin. Der Tag begann richtig gut, doch dann ist mir im zweiten Test der Stoßdämpfer kaputt gegangen. Zwar haben wir den beim Service am Rundenende getauscht, aber das gute Gefühl war erst einmal weg.“ Zu allem Ärger büßte er dann im letzten Test um 0,44 Sekunden seine fünfte Position ein. Noch schlimmer erwischte es aber Patrick Irmscher, der sich bei einem Sturz im vierten Test den Arm auskugelte und somit vorzeitig aufgeben musste.



Auch Domenik Nieschalk stand einen kurzen Moment davor, vorzeitig aufhören zu müssen. Doch der lang gewachsene Junior-Fahrer biss sich, nach einer heftigen Kollision mit einem dicken Ast, durch und wurde letztendlich für seinen Kampfgeist mit Rang acht belohnt. „Das Ganze ist in einer Kurve passiert, wo es sehr eng um die Obstbäume ging. Was für ein Einschlag. Im ersten Moment habe ich gedacht, die Helmschale ist kaputt“, berichtet Domenik, der kurzzeitig alles ein wenig verschwommen sah.

Im B-Championat platzierte sich Jeremy Nimmrich auf Rang sieben, in der hart umkämpften Jugend-Klasse landete er auf Rang sechs. Ein eindeutiges Indiz dafür, dass die „Jungen Wilden“ mit ihren 125iger Zweitaktern momentan ganz klar den Ton im DMSB Enduro-Cup angeben. Danny Richter, in der E2B unterwegs, belegte Platz zwei, was ihn aber nur bedingt freute. „Klar ist das Podium schön, doch mit meiner Leistung bin ich weniger glücklich. Sieben Prüfungen, siebenmal gelegen, das ist ein Unding“, zeigt sich der Krumhermersdorfer sehr selbstkritisch.



Somit sorgte Dirk Peter für den einzigen Tagessieg für das Team Sturm. Die „Thüringer Bratwurst“, wie er sich selbst immer mit einem breiten Grinsen bezeichnet, gewann die Senioren-Klasse mit deutlichem Vorsprung. „Im ersten Test habe ich die entscheidende Zeit gut gemacht. Der war wirklich affengeil! Die hängenden Wiesenkurven haben mich stark an den Zschopauer Skihang erinnert“, so das Team-Urgestein. Lena Siebenhühner gelang bei den Damen mit Rang fünf nicht nur ein Achtungszeichen, sondern auch ihre bis dato beste Saisonplatzierung!

Text: Peter Teichmann

Wenn es heißt, es geht zur Geländefahrt nach Burg, hat man zwangsläufig endlos tiefe Sandwellen, dichten Staub und zerfahrene Sonderprüfungen vor Augen. Und daran änderte sich auch in diesem Jahr nicht viel. Wie schon beim letzten Mal, galt es drei Prüfungen zu absolvieren, von denen sich speziell der lange Enduro-Test, quer durch den Wald, als Scharfrichter dieser Zwei-Tages-Fahrt herausstellte. Neu hingegen war, dass die Runde, wie auch die kompletten Sonderprüfungen in entgegengesetzter Richtung gefahren wurde.

Schnellster Fahrer vom Team Sturm Zschopau  in der klassenübergreifenden Championatswertung war Andreas Beier, der an beiden Tagen jeweils Rang fünf belegte. Allerdings entsprachen weder die Platzierungen  noch die Zeitabstände seinem Geschmack. „Ich habe Gas gegeben und gepusht wie Sau, aber es wollten einfach keine richtig guten Zeiten zustande kommen. Das war schon ernüchternd und es erschließt sich mir nicht so recht, zumal in Burg immer ein Terrain war, welches mir gut liegt“, rätselt Andi, der zumindest in der Klasse E3 zweimal als Zweiter auf dem Podium stand. Dafür konnte sich der achtfache Deutsche Enduro Meister aber über einen weiteren Titelgewinn freuen. Denn am Sonntagabend war klar, dass das Team ADAC Sachsen mit Andi, Eddi Hübner und Luca Fischeder, den Konkurrenten punktemäßig so weit enteilt ist, dass es sich vorzeitig Deutscher Enduro Mannschaftsmeister 2021 nennen darf!



Chris Gundermann, der sich mit Andi über das Jahr packende Duelle in der Klasse E3 lieferte, stand am ersten Tag als Dritter auf dem Podium, doch auch er war nicht ganz so happy, wenngleich er seine gute Laune nicht verloren hatte. „Für die große 500er Maschine war das definitiv der falsche Ort. Ich habe mich gefühlt, wie ein 30-Jähriger auf dem Kinderspielplatz“, scherzt der KTM-Fahrer angesichts der teilweise sehr engen Prüfungspassagen. Außerdem kam es für ihn am nächsten Tag  noch knüppeldick. Unmittelbar nach der vorletzten Prüfung sprang das Motorrad einfach nicht mehr an, was das Aus für ihn bedeutete.

Dafür hatte Florian Görner im Ziel sichtbar gute Laune. Der Scharfensteiner stand an beiden Tagen als Dritter in der Klasse E1 auf dem Podium. „Es war ein gutes Wochenende. Der Samstag begann für mich richtig gut, da lag ich kurzzeitig sogar an der Spitze. Allerdings habe ich dann die zweite Runde etwas verschlafen. Im langen Enduro-Test bin ich zudem gleich in der zweiten Kurve gestürzt. Danach hab ich mich zusammengerissen und noch einmal alles gegeben, um den dritten Platz zu halten“, berichtet Florian, der am Sonntag etwas besser klar kam, da wo die Sonderprüfungen noch zerfahrener und tiefer wurden. „Das war wirklich ein guter Tag für mich, vor allem der siebente Platz im Championat freut mich extrem.“



Mit diesem Ergebnis überholte Florian seinen Team-Kollegen Kevin Nieschalk in der E1- Tabelle um einen Punkt, die sich nun damit ein packendes Duell um den Vizetitel beim Finale in Rüdersdorf liefern werden. Kevin selbst war folglich mit seinem Wochenende nicht ganz glücklich. „Am Samstag habe ich im Kampf um das Podium im letzten Test noch einmal alles setzen wollen und prompt hat es mich schwer gebeutelt. Ich lag unter dem Motorrad, der Lenker verbogen. Danach ging erst einmal nicht mehr viel“, winkt Kevin ab, der mit Rang fünf Vorlieb nehmen musste und am Sonntag auch nur schwer in seinen Rhythmus fand und Vierter wurde.



„Irgendwie hat jeder einmal gelegen, mich eingeschlossen“, gibt Nick Emmrich offen zu, der den ersten Tag als mittlere Katastrophe bezeichnete. „Gleich im ersten Enduro-Test hat es mich runtergehauen wie schon lange nicht mehr. Das Plastikteil von der Luftfilter-Abdeckung war abgerissen und der Seitenständer ragte zu Seite weg. So etwas habe ich noch nie erlebt“, schüttelt Nick den Kopf, der sich zudem am Daumen verletzte. Dennoch fuhr er durch und wurde in der E2 noch guter Fünfter. Umso erstaunlicher, dass er am nächsten Tag wie ausgewechselt unterwegs war und sich über eine deutliche Leistungssteigerung freuen konnte: Platz vier in der Klasse und Platz neun im Championat!



Bei den Junioren belegte Domenik Nieschalk zunächst Rang acht, während er am Folgetag die Segel vorzeitig streichen musste. „Ich habe wieder Probleme mit meinem Knie bekommen, an dem ich mir Ende letzten Jahres das Kreuzband gerissen habe. Daher habe ich jetzt doch lieber aufgehört“, berichtet er schweren Herzens.

Im DMSB Enduro-Cup zeigte Jeremy Nimmrich eine starke Leistung. Der Gelenauer wurde am ersten Tag in der hart umkämpften Jugend-Klasse starker Dritter. „Ab der zweiten Runde hatte ich nur mit dem langen Wald-Test ein paar Probleme. Dafür bin ich in den anderen beiden Prüfungen richtig gut in Fluss gekommen. Das hat schon Spaß gemacht. Für den ersten Tag war es schon ganz gut“, bilanziert er am Samstagabend. Am Sonntag setzte der Youngster noch einen drauf, indem er sich in der Klasse auf Rang zwei verbesserte, dabei sogar eine Prüfungsbestzeit fuhr und zudem als Dritter erstmals auf dem Podium des B-Championats stand! Danny Richter, ebenfalls im DMSB Enduro-Cup unterwegs, wurde in der Klasse E1B zweimal guter Dritter.



Für ein weiteres Highlight sorgte einmal mehr Dirk Peter. Der Dauerbrenner aus Thüringen drückte der Konkurrenz in der Senioren-Klasse abermals seinen Stempel auf und gewann an beiden Tage souverän, während Rene Uhle das Podium als Vierter jeweils knapp verpasste. „Auch wenn es nicht unbedingt mein Terrain ist, das Wochenende hat wieder großen Spaß gemacht“, so Doppel-Tagessieger Dirk, der ergänzt, „das lag zum großen Teil aber auch wieder am Team, die sich um alles und jeden immer erstklassig kümmern. Was die Jungs und Mädels für uns Fahrer da leisten, kann man gar nicht hoch genug einschätzen! Vielen Dank an Euch alle!“

Text: Peter Teichmann

Mit einer überaus starken Bilanz kehrten die Fahrer des Zschopauer Team Sturm vom DEM-Lauf aus dem hessischen Waldkappel zurück, welcher jedoch ein turbulentes wie auch unglückliches Ende fand. Dabei hatte alles so gut begonnen. So gab es seit Jahren eine neue Sonderprüfung, die eigentlich nur deshalb entstanden ist, weil eine der beiden „etablierten“ nicht gefahren werden konnte, da dort das Korn noch auf den Feldern steht. Doch gerade dieser „Schnellschuss“, denn die Veranstalter hatten nur eine Woche Zeit, einen neuen Test aus dem Hut zu zaubern, erwies sich als Volltreffer und wurde von den Fahrern für seine Vielseitigkeit sehr gelobt. Auch die Etappe hielt einige Überraschungen parat, wie zahlreiche Waldpassen mit Auffahrten oder einen Streckenabschnitt genau auf der, im Bau befindlichen Autobahn A44. Es hätte wirklich eine makellose Geländefahrt werden können, wäre nicht ein Unwetter gekommen. Binnen Sekunden verwandelten Wassermassen die Strecke in eine schlammige Rutschbahn. Der Veranstalter entschloss sich zu einem Rennabbruch und schickte die Fahrer über die öffentlichen Straßen direkt ins Fahrerlager. Der sechste Test wurde nachträglich wegen irregulärer Bedingungen annulliert, der siebente gar nicht mehr gefahren.

Trotz alledem gab es viele strahlende Gesichter, wie bei Kevin Nieschalk. Der Marienberger wuchs an diesem Tage förmlich über sich hinaus. Eigentlich mit dem Ziel angetreten, immer sicher in die Top Fünf zu fahren, fand sich Kevin plötzlich im Kampf um den E1-Klassensieg wieder. „Ich habe mich von Beginn an richtig wohl gefühlt und konnte das auch gut umsetzen. Nur im zweiten Test ist mir kurz das Vorderrad weggerutscht. Nach diesem Schreckmoment habe ich versucht, schnell wieder einen freien Kopf zu bekommen und konzentriert zu bleiben, was auch gut gelang“, so Kevin, der sich ein sehr enges Duell um die Spitzenposition lieferte und schließlich das glücklichere Ende auf seiner Seite hatte. „Den Klassensieg zu holen ist unbeschreiblich, ich bin extrem happy!



Team-Kollege Florian Görner war hingegen nicht sonderlich zufrieden mit sich und seiner Leistung. „Ich habe mir definitiv mehr vorgenommen als Platz vier“, so der E1-Fahrer, „doch ich habe einfach nicht in meinen Rhythmus gefunden. Zudem habe ich mir wieder meine eben erst auskurierte Hand angeschlagen. Es ist zum Glück nichts Ernstes, aber eingebremst hat mich das Ganze leider zusätzlich auch noch etwas.“
Besser lief es bei Nick Emmrich, der in diesem Jahr wieder förmlich aufblüht. In der stark besetzten E2-Kategorie gelang dem Routinier, wie schon zuletzt in Meltewitz, mit Platz fünf ein super Resultat.



Patrick Irmscher hingegen blieb unter seinen Möglichkeiten. „Eigentlich mag ich solche Stoppelacker-Prüfungen, aber es lief nicht so recht. Ich wollte aber auch nichts riskieren, um mich nicht noch unmittelbar vor den Six Days zu verletzten. Wahrscheinlich spielte das im Kopf auch eine Rolle“, so Patrick, der Elfter wurde und sich mit seiner ersten Six Days-Teilnahme einen Traum erfüllt.
Andreas Beier auf dem Weg zurück zur Spitze? „Auf dem Weg ja, aber noch nicht angekommen“, relativiert der achtfache Deutsche Enduro-Meister. „Nach dem, für mich unbefriedigten Abschneiden in Meltewitz habe ich viel probiert, trainiert und getestet. Das hat jetzt hier bereits die ersten Früchte getragen.“ Auf jedem Fall, Platz vier in der klassenübergreifenden Championatswertung und Rang zwei in der Klasse E3 können sich definitiv sehen lassen.



In beiden Wertungen dicht dahinter Team-Support-Fahrer Chris Gundermann. Der großgewachsene GCC-Spezialist findet sich nun immer besser im Endurosport zurecht und unterstreicht das wieder mit Rang fünf im Championat und Platz drei in der Klassenwertung.



Den dritten Podiumsplatz hingegen knapp verpasst hat Domenik Nieschalk. Kevins jüngerem Bruder fehlten am Ende gerade einmal zwei Sekunden. „Das ist natürlich schon sehr schade und auch ein wenig ärgerlich. Aber ich bin dennoch extrem happy, denn so weit vorn zu landen, damit habe ich nicht gerechnet. Schließlich ist es erst mein erstes Jahr in dieser Klasse“, zeigt sich der Youngster sichtlich überrascht.



In den DSMB-Enduro-Cup-Klassen sorgte diesmal Danny Richter für ein echtes Highlight. Der Krumhermersdorfer sicherte sich seinen ersten Sieg! „Ich hatte nach meinem Auftritt in Uelsen doch einiges gut zu machen. Die Bedingungen kamen mir dabei entgegen, ich mag Hartboden. Ich bin richtig gut klar gekommen und dann auch noch zu gewinnen ist natürlich super“, freut sich der E1B-Tagessieger, auf dessen Konto zudem alle Prüfungsbestzeiten gingen.



Daniel Hänel stand in der Klasse E2B als Zweiter auf dem Podium, während Jeremy Nimmrich dieses als Vierter in der Jugend-Kategorie knapp verpasste.
Für den dritten Team Sturm-Tagessieg sorgte Urgestein Dirk Peter in der Senioren-Klasse. In Waldkappel herrschten genau seine Bedingungen. Viermal Prüfungsbestzeit und ein deutlicher Vorsprung von über einer Minute sprechen eine mehr als deutliche Sprache! Bei der Siegerehrung schnappte er sich dann das Mikro und meinte „Es war eine richtig superschöne Geländefahrt. Danke an die Organisatoren für ihre tolle Arbeit. Es hat extrem viel Spaß gemacht, ich komme jederzeit gern wieder.“ Dem ist nichts mehr hinzuzufügen!

Text: Peter Teichmann